Gutes Gemüse. Gesunder Boden. Gemeinsames Wirtschaften.

Solawi Biohof Dickendorf

Im nördlichen Westerwald bauen wir über 50 Gemüsekulturen an – biologisch, saisonal und regenerativ. Mit deinem Anteil in unserer solidarischen Landwirtschaft erhältst du mehr als frisches Gemüse - du unterstützt auch eine Landwirtschaft von morgen.

Die Ernteausgabe

Donnerstag ist Ausgabetag!

Das Beste der Natur für beste Gesundheit! Die pflanzlich-vollwertige Ernährung erkennt und nutzt das reiche Angebot an hochwertigen, nährstoffreichen, geschmackvollen Lebensmitteln, die die Natur uns bietet. Obst, Gemüse, Getreide, Nüsse, Saaten und Hülsenfrüchte versorgen uns mit allem, was wir für eine gesunde und erfüllende Ernährung brauchen. Die Zubereitungsweise ist darauf ausgelegt, dieses Angebot voll auszuschöpfen. Unsere Manufaktur verarbeitet die Rohstoffe so, dass bekömmliche Produkte, mit hohem Nährwert entstehen.

Solidarische Landwirtschaft ist...

...eine regionale Partnerschaft zwischen einem landwirtschaftlichen Betrieb und Verbraucher:innen.Dabei wird kein fester Preis für die Produkte erhoben, sondern alle tragen die Kosten der landwirtschaftlichen Tätigkeit und teilen sich im Gegenzug die Ernte.

Regional

  • für eine Verbindung zu dem Acker, auf dem unsere Lebensmittel wachsen

  • damit wir auf lange Lieferwege und Verpackungsmüll verzichten können

  • weil es frischer nicht geht

Solidarisch

  • weil gemeinsam getragene Verantwortung für den Prozess von Finanzierung über Anbau, Verteilung und Konsum mehr Sinn macht

  • damit jede:r unabhängig vom Einkommen einen Zugang zu gesunden und ökologischen Lebensmitteln bekommt

  • weil alles gemeinsam einfach mehr Freude macht

Fair

  • damit der Wert von Lebensmitteln nicht durch Marktpreise und Subventionen bestimmt wird

  • weil alle Menschen einen bedarfsgerechten Lohn verdient haben

  • damit die kleinbäuerliche Landwirtschaft eine Zukunft hat

Eine Ode an den Boden

Unser Anbau

Der Boden ist ein gesellschaftliches Gut, das wir pflegen und durch die Verbesserung seiner Fruchtbarkeit auch für zukünftige Generationen erhalten.

Der Klimawandel hat schon heute Folgen für die Landwirtschaft, mit denen wir umgehen müssen. Anbaumethoden, die Bodenfruchtbarkeit aufbauen, können diese Folgen abpuffern. Die Natur zeigt uns, wie das geht und wir machen ihr das auf unserem Acker nach. Vielfältige Zwischenfrüchte sorgen für einen dauerhaft durchwurzelten Boden und produzieren organisches Material, mit dem wir den Boden bedecken.

Durchwurzelter und mit organischem Mulch bedeckter Boden kann viel Wasser auf einmal aufnehmen und es für Trockenperioden speichern. Außerdem ist er im Sommer gekühlt, was das Bodenleben und die Wurzeln schützt. Der organische Mulch enthält wichtige Nährstoffe, die das Bodenleben und die Kulturpflanze ernähren. Das erhöht den Humusgehalt und damit die Fruchtbarkeit und die Resilienz unseres Bodens.

Wir sammeln außerdem erste Erfahrungen mit Obst- und Nussbaumstreifen in Ackerflächen (Agroforst), die das Kleinklima bei schwierigen Klimabedingungen verbessern.

Wie werde ich Teil der Solawi?

So funktioniert unsere Solawi

Das Solawi-Jahr beginnt am 01.05. und endet am 30.04.
In dieser Zeit gibt es 50 Ausgabewochen (2 Wochen Betriebsurlaub nach Weihnachten)

Die Beitragsrunde

Die Solawi-Anbausaison (1. Mai bis 30. April) beginnt immer mit einer Beitragsrunde. Hier legen alle Ernteteilenden, das sind alle, die Gemüse erhalten, ihren Beitrag fest, den sie monatlich für eine Anbausaison zahlen möchten.

Als Orientierung für die Höhe des Beitrags werden im Vorfeld der Beitragsrunde zunächst die Gesamtkosten für die Anbausaison mithilfe der Erfahrung aus vergangenen Jahren kalkuliert. Zu diesen Kosten zählen Gehälter, die Pflanz- und Saatgutkosten, Material- und Maschinenkosten etc. Da bisher nur ein Teil unseres Betriebes als Solawi organisiert ist, wird dementsprechend nur genau dieser Anteil der Kosten umgelegt. Der kalkulierte Anteil der Gesamtkosten wird anschließend durch die Anzahl aller Ernteteilenden geteilt, sodass ein Richtwert ermittelt werden kann.

Dann greift das Solidaritätsprinzip: Jede:r Ernteteilende gibt ein Gebot nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten ab – dieses kann genau der Richtwert sein, aber auch darüber oder darunter liegen.[nbsp] Diejenigen, die finanziell mehr beitragen können, unterstützen somit andere, die weniger zahlen können. In der Gesamtheit aller Beiträge müssen allerdings die Gesamtkosten für den Solawi-Anbau gedeckt sein.

Anschließend wird ein Jahreserntevertrag abgeschlossen, in dem du deinen Ernteanteil und deinen Beitrag, entsprechend deinem Gebot festlegst. Auch die Zusatzanteile können zum Festpreis hinzugewählt werden.

Die Mitarbeit

Du hast Lust, mitanzupacken, dir auf dem Acker die Hände schmutzig zu machen und Verantwortung zu übernehmen? Genau dafür ist Solawi gemacht. Deine Mitarbeit ist nicht verpflichtend, aber gemeinsam macht es mehr Spaß und du bekommst einen Einblick, wie dein Gemüse wächst.

  • Es finden regelmäßige Mitmachtage auf dem Acker und im Gewächshaus statt, die wir über den wöchentlichen Rundbrief ankündigen.
  • Veranstaltungen wie Sommerfest, Jahresrückblick, Beitragsrunde... bereiten wir gemeinsam vor.
  • Auch eine regelmäßige Mitarbeit ist nach Absprache möglich

Außerdem kannst du dich mit anderen Ernteteilenden aus deiner Umgebung zusammenschließen und gemeinsam die Abholung des Gemüses organisieren.

Der Richtwert

Der Richtwert wird auf der Beitragsrunde ermittelt und dient der Finanzierung der landwirtschaftlichen Produktion.

Der monatliche Richtwert für den kleinen Ernteanteil liegt bei 72 €, für den großen Ernteanteil bei 112 €.

Die Festpreise für die Zusatzanteile betragen 27 € pro Monat für Brot, 7 € für Honig und 11 € für Leinöl.

Du kannst wählen, ob du deinen Anteil monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich zahlst – der gewählte Turnus gilt dann für die gesamte Saison. So hilfst du uns, die Saison besser zu planen und vorzufinanzieren – denn gerade im Frühjahr, wenn Saatgut, Jungpflanzen und Material angeschafft werden müssen, entstehen die meisten Kosten.

Die Ausgabe der Ernte- sowie Zusatzanteile

Die Ernteausgabe findet immer Donnerstags zwischen 15:00 und 20:00 Uhr am Biohof Dickendorf statt. Fällt der Donnerstag auf einen Feiertag, verschiebt sich die Ausgabe auf den Mittwoch. An Abholtagen hat zudem unser Hofcafé geöffnet, in dem ihr frisches Eis sowie herzhafte Snacks genießen und gemütlich zusammensitzen könnt. In unserem Hofladen könnt ihr ergänzende Bio-Produkte kaufen.

Ihr habt einen langen Anfahrtsweg nach Dickendorf oder seid beruflich eingespannt? Ihr könnt euch mit anderen Ernteteilenden aus eurer Region zusammenschließen und die Abholung der Anteile gemeinsam organisieren. Dafür haben wir eine Signal-Gruppe mit allen Ernteteilenden eingerichtet.

Urlaub und Abwesenheitatzanteile

Solltet ihr im Urlaub sein oder aus anderen Gründen euren Anteil nicht abholen können, bitten wir euch, selbst eine Abholvertretung zu organisieren. Bestimmt freut sich jemand aus eurem Bekanntenkreis über euren Anteil.

Das Miteinander

Als Solawi verstehen wir uns als eine Gemeinschaft, in der ein respektvoller, wertschätzender und unterstützender Umgang miteinander gepflegt wird und jede:r willkommen ist. Die Gemeinschaft lebt davon, dass alle Beteiligten einander in ihrer Würde und ihrem Wert achten. Dies betrifft alle – sowohl auf dem Hof als auch im Austausch untereinander.

Gemeinsame Veranstaltungen wie Hoffeste oder Mitmachtage sind Ausdruck dieser Gemeinschaft und bieten Raum für Begegnung, Austausch und gemeinsames Feiern. Alle Ernteteilenden sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und sich einzubringen.

Auf dem Betriebsgelände und bei allen Solawi-Veranstaltungen sind Alkohol, Tabak und andere Drogen nicht erlaubt. Wir möchten ein sicheres, gesundes und kinderfreundliches Umfeld schaffen – für alle, die Teil der Gemeinschaft sind.

News vom Acker

Bleib auf dem Laufenden mit unserem Solawi-Rundbrief! Dort erzählen wir, was gerade auf dem Hof läuft, welche Gemüsesorten im aktuellen Anteil enthalten sind und wann du uns bei den Mitmachtagen tatkräftig unterstützen kannst.